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Gütersloh. Mit einem 6:2-Erfolg beim Schlusslicht Viktoria Mülheim haben die Badmintonspieler des TuS Friedrichsdorf die Oberligasaison als Tabellenfünfter beendet. Den anvisierten 3. Rang verfehlte das Team nur wegen des schlechteren Spielverhältnisses. Bei jeweils 15:13 Punkten hatte Nachbar Phönix Hövelhof mit 62:50 Spielen gegen über 54:58 die Nase vorne.
Um den ebenfalls punktgleichen 1. BV Mülheim II von Platz vier zu verdrängen, hätte am letzten Spieltag sogar ein 7:1 gereicht. "Das zeigt, wie eng es in der Liga zugegangen ist", sagt Reinhard Mense. Der TuS-Trainer hatte ein stark ersatzgeschwächtes Team nach Mülheim geschickt, sonst wäre die Begegnung wohl 8:0 ausgegangen. Weil Olga Volke kurzfristig passen musste, kam Natalia Mense unverhofft zu ihrem ersten Einsatz - und bescherte dem TuS im Einzel und im Doppel mit Anja Kleinerüschkamp die beiden Niederlagen.
 Marc Hornemann gewann in der Saison acht Einzel und verlor drei. Neben seiner Nummer eins fehlte dem TuS ein zweiter Top-Spieler, um ganz oben mitspielen zu können. (FOTO MARTINSCHLEDDE)
Das Fehlen der Herren Andreas Dankert (Bronchitis) und Andreas Volke, der seine Mannschaft bei den Schüler-Bezirksmeisterschaften betreute, konnten Jan Hay und Dominik Sander dagegen kompensieren. Der Spieler der Landesligareserve überzeugte bei seinem Debüt mit deutlichen Erfolgen im Einzel und im Doppel mit Marc Hornemann. Ingo Waltermann/Jan Hay gewannen das 2. Doppel. Hornemann und Hay setzten sich in ihren Einzeln durch. Den sechsten Punkt fuhr das zuverlässige Mixed Kleinerüschkamp/Waltermann ein.
"Mit dem Saisonverlauf bin ich zufrieden", resümiert Mense. In der Hinrunde schnupperten die Friedrichsdorfer kurzzeitig sogar an den Aufstiegsplätzen. Meister und Überflieger 1. BV Mülheim I (28:0 Punkte) sowie Spvg. Sterkrade (21:7 Punkte) erwiesen sich aber als zu stark. Selbst Olga Volke, die sonst alle Einzel locker in zwei Sätzen gewann, musste sich der jungen Mülheimerin Janette Köhler zweimal beugen.
"Olga hat natürlich trotzdem eine tolle Saison gespielt", lobt Mense die 33-Jährige. Ebenso stark agierte Marc Hornemann. Der Neuzugang vom BSC Gütersloh verlor an Position eins nur drei Spiele. Hinter ihm klaffte allerdings ein Loch - der Hauptgrund, warum es für den TuS nicht zu einer Top-Platzierung gereicht hat. Andreas Volke scheiterte im 2. Einzel oft an seiner fehlenden Kondition. Der Wahl-Kölner Jan Hay wäre auf der Position drei ein absoluter Erfolgsgarant, wenn er regelmäßig trainieren könnte.
"Uns fehlt mindestens ein weiterer starker Herr", sagt Mense. Auf dem "ausgedünnten Spielermarkt" seien die Aussichten auf eine Verstärkung allerdings bescheiden. In der aktuellen Besetzung glaubt der Coach, jedoch auch im nächsten Jahr zumindest im oberen Drittel der Liga mithalten zu können. |