Gütersloh (cab). Dieses Wochenende verdient wohl nur
die Bezeichnung „schmerzhaft“. Die Badmintonspieler des TuS
Friedrichsdorf verloren bei den Niederlagen gegen RW Wesel II (3:5) und
BVH Dorsten II (1:7) nicht nur die Tabellenführung, sondern müssen
auch die schwere Verletzung von Olga Volke verdauen. Die bis dahin ungeschlagene
Top-Spielerin zog sich Samstag gegen Wesel in ihrem Einzel einen Achillessehnenabriss
zu und fällt für den Rest der Saison aus. Den Regionalligaaufstieg
kann der Oberligist damit ad acta legen.
„Shit happens“, kommentierte Marc Hornemann äußerst
gefasst diesen Unglücksfall, der „Tippe“ gegen Wesel
zumindest das mögliche 4:4-Remis raubte. Volke musste gegen Stephanie
Ruberg zwar mächtig kämpfen, lag im 3. Satz aber mit 12:9 vorne,
als sie umknickte.
Schon im Damendoppel hatte sich abgezeichnet, dass es für den TuS
kein glücklicher Abend werden würde. Volke und Natalia Mense
verloren überraschend deutlich mit 0:2 gegen Stephanie Ruberg und
Susanne Flür. Auch das 2. Herrendoppel konnte nicht wie erhofft punkten.
Jan Hay und Ingo Waltermann blieben ebenfalls ohne Satzerfolg. Die drei
Zähler sammelten schließlich Marc Hornemann im 1. Einzel und
im 1. Doppel mit Andreas Dankert sowie Spielertrainer Reinhard Mense im
3. Einzel ein.
Ohne Olga Volke standen die Friedrichsdorfer am Sonntagmorgen beim neuen
Spitzenreiter Dorsten von vornherein auf verlorenem Posten. Da Natalia
Mense bereits in den Urlaub gefahren war, musste Pia Heitmann aus der
Bezirksligamannschaft einspringen. Wie erwartet verlor sie mit 0:2-Sätzen,
machte ihre Sache aber „recht ordentlich“, wie Hornemann betonte.
Den Ehrenpunkt holte das Herrendoppel Waltermann/Hay. Siegchancen hatten
bei ihren knappen Dreisatz-Niederlagen in den Einzeln lediglich Marc Hornemann
und Heiko Stark, der für Reinhard Mense in die Mannschaft gerutscht
war .
Als Dritter bleibt der TuS Friedrichsdorf mit 10:8-Punkten zwar in der
oberen Tabellenhälfte, muss nun aber eher nach unten als nach oben
blicken. „Zwei bis drei Punkte brauchen wir noch, um sicher nicht
abzusteigen“, sagt Hornemann. Und in der ausgeglichen besetzten
Liga wird es ohne Olga Volke nicht einfach, diese Sicherheitszähler
in den verbleibenden fünf Partien zu holen. Bereits morgen wird Volke
operiert.
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