LOKALSPORT GÜTERSLOH 17.12.2007
Verletzung beendet alle Hoffnungen
Oberligist TuS Friedrichsdorf verliert
VON CARSTEN BIERMANN

Gütersloh (cab). Dieses Wochenende verdient wohl nur die Bezeichnung „schmerzhaft“. Die Badmintonspieler des TuS Friedrichsdorf verloren bei den Niederlagen gegen RW Wesel II (3:5) und BVH Dorsten II (1:7) nicht nur die Tabellenführung, sondern müssen auch die schwere Verletzung von Olga Volke verdauen. Die bis dahin ungeschlagene Top-Spielerin zog sich Samstag gegen Wesel in ihrem Einzel einen Achillessehnenabriss zu und fällt für den Rest der Saison aus. Den Regionalligaaufstieg kann der Oberligist damit ad acta legen.

„Shit happens“, kommentierte Marc Hornemann äußerst gefasst diesen Unglücksfall, der „Tippe“ gegen Wesel zumindest das mögliche 4:4-Remis raubte. Volke musste gegen Stephanie Ruberg zwar mächtig kämpfen, lag im 3. Satz aber mit 12:9 vorne, als sie umknickte.

Schon im Damendoppel hatte sich abgezeichnet, dass es für den TuS kein glücklicher Abend werden würde. Volke und Natalia Mense verloren überraschend deutlich mit 0:2 gegen Stephanie Ruberg und Susanne Flür. Auch das 2. Herrendoppel konnte nicht wie erhofft punkten. Jan Hay und Ingo Waltermann blieben ebenfalls ohne Satzerfolg. Die drei Zähler sammelten schließlich Marc Hornemann im 1. Einzel und im 1. Doppel mit Andreas Dankert sowie Spielertrainer Reinhard Mense im 3. Einzel ein.

Ohne Olga Volke standen die Friedrichsdorfer am Sonntagmorgen beim neuen Spitzenreiter Dorsten von vornherein auf verlorenem Posten. Da Natalia Mense bereits in den Urlaub gefahren war, musste Pia Heitmann aus der Bezirksligamannschaft einspringen. Wie erwartet verlor sie mit 0:2-Sätzen, machte ihre Sache aber „recht ordentlich“, wie Hornemann betonte. Den Ehrenpunkt holte das Herrendoppel Waltermann/Hay. Siegchancen hatten bei ihren knappen Dreisatz-Niederlagen in den Einzeln lediglich Marc Hornemann und Heiko Stark, der für Reinhard Mense in die Mannschaft gerutscht war .

Als Dritter bleibt der TuS Friedrichsdorf mit 10:8-Punkten zwar in der oberen Tabellenhälfte, muss nun aber eher nach unten als nach oben blicken. „Zwei bis drei Punkte brauchen wir noch, um sicher nicht abzusteigen“, sagt Hornemann. Und in der ausgeglichen besetzten Liga wird es ohne Olga Volke nicht einfach, diese Sicherheitszähler in den verbleibenden fünf Partien zu holen. Bereits morgen wird Volke operiert.