- RSG: Vizemeisterin in Westfalen 13. März 2018
Sukejna Ceric startet bei der „Deutschen“
Nach ihrem Gaumeistertitel vor wenigen Wochen trat Sukejna Ceric als einzige heimische Starterin bei den Westfälischen Meisterschaften in der Leistungsklasse an. In der Schülerleistungsklasse elf Jahre konnte sie besonders bei den körpertechnischen Schwierigkeiten ihr großes Talent zeigen. Ohne größere gerätetechnische Fehler schaffte sie es auf Platz zwei und wird den Kreis Gütersloh bei den Deutschen Schülermeisterschaften vertreten.
Herzlichen Glückwunsch und weiter viel Erfolg!
- Badminton: Aufstieg perfekt 13. März 2018
Meister in der Landesliga
In der nächsten Saison wird der TuS Friedrichsdorf erstmals in der Abteilungsgeschichte zwei Mannschaften in der Verbandsliga stellen können. Während die erste Garde einen soliden Platz in der Verbandsliga besetzen konnte, schaffte die 2. Mannschaft bereits am vorletzten Spieltag einen vorzeitigen Aufstieg.
Mit einem vermeintlich deutlichen 8:0 Heimsieg gegen den 1. BC Vlotho II haben die Friedrichsdorfer 3 Punkte Vorsprung – bei noch einem verbleibenden Spieltag. Dabei war das Aufstiegsspiel gar nicht so deutlich, wenn man das Detailergebnis näher betrachtet. Die ersten vier Spiele wurden beispielsweise erst im dritten Satz gewonnen. „Wir haben es am Anfang ein wenig zu sehr mit der Brechstange gewollt. Als wir das abgestellt haben, lief es plötzlich.“ So Alexander Okrasa. Nachdem die ersten vier Zähler auf dem Konto der Tipper landeten, war der Vlothoer Kampfgeist gebrochen und die letzten vier Spiele konnten solide in zwei Sätzen gewonnen werden.
Mit insgesamt neun Siegen, drei Remis und einer Niederlage zeigt die Mannschaft, dass sie sich nach letzter Saison gesteigert hat. Letzte Saison gewöhnten sich die Friedrichsdorfer noch an die neue Liga und diese Saison starteten sie dann durch.

v.l.: Laurenz Kornfeld, Alexander Okrasa, Tobis Manthey, Melissa Martens, Leonie Zuber, Simon Böddeker
und Frederick Loetzke Foto: H. Martinschledde - RSG: Platz 2 in Westfalen 13. März 2018
Gütersloh (ks). Bei den Westfälischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik in Borken haben zahlreiche Gymnastinnen und Gruppen des Kreis Gütersloh die Qualifikation zu den weiterführenden Bundeswettkämpfen. »Acht Podestplätze und 13 Qualifikationen zeugen von der intensiven und guten Vorbereitung in den vergangenen Wochen. Besonders erfreulich sind der Westfalenmeistertitel für Isabell Grünwald und der Vizetitel von Sukejna Ceric«, freute sich Gaufachwartin Verena Großeschallau.Sukejna Ceric vom TuS Friedrichsdorf trat als einzige heimische Starterin in der Leistungsklasse an. In der Schülerleistungsklasse elf Jahre konnte sie besonders bei den körpertechnischen Schwierigkeiten ihr großes Talent zeigen. Ohne größere gerätetechnische Fehler schaffte sie es auf Platz zwei und wird den Kreis Gütersloh bei den Deutschen Schülermeisterschaften vertreten. In der Juniorenwettkampfklasse ging der Westfalenmeistertitel an Isabell Grünwald vom TV Isselhorst. Nach zwei Geräteverlusten in der Keulenübung behielt die 14-Jährige die Nerven.
Besonders stark vertreten war der Kreis Gütersloh in der Freien Wettkampfklasse. Beste heimische Gymnastin war Annika Stenzel vom TV Isselhorst auf Platz drei. Auch die Plätze vier bis sieben gingen nach Gütersloh. Anna Buß (TV Isselhorst) und Kira Marie Dürkopp (TV Verl) konnten an ihre Leistung bei den Gaumeisterschaften anknüpfen und sicher durch ihre Vorträge mit dem Ball, den Keulen und dem Band kommen. Milidija Usupova (TV Isselhorst) und Sarah Henkenjohann (TV Verl) komplettierten das gute Ergebnis und schafften ebenfalls die Qualifikation zum Regio-Cup Mitte.
- Fußball: Derbypleite 13. März 2018
Trendwende im Derby
Fußball: Bezirksligist SV Avenwedde landet mit dem 4:1 beim TuS Friedrichsdorf den ersten Sieg nach der Winterpause
Von Markus Schumacher
Gütersloh. Der SV Avenwedde hat seine sportliche Talfahrt in der Fußball-Bezirksliga beendet. Die Mannschaft von Trainer Levent Cayiroglu gewann gestern das Nachbarschaftsduell beim TuS Friedrichsdorf mit 4:1 und verbesserte sich wieder auf den 4. Tabellenplatz. „Tippe“ wartet dagegen weiter auf den ersten dreifachen Punktgewinn nach der Winterpause und fiel auf Rang neun zurück. Die Gäste aus „Bonewie“ gingen als verdienter Sieger vom Kunstrasenplatz, weil sie die spielstärkere Mannschaft stellten, in den Zweikämpfen präsenter waren und die Räume besser nutzten. Nur in der ersten halben Stunde der intensiven Begegnung bäumte sich der im Angriff zu harmlos aufspielende TuS gegen die Avenwedder Dominanz auf. Strategie war es, die Gäste mit forschem Pressing in Schwierigkeiten zu bringen. Die einzige Möglichkeit der Platzherren vor der Pause vergab jedoch Marcel Müller (12.).
Als sich der SV Avenwedde aus der Umklammerung gelöst hatte und selber offensiv wurde, markierte Özcan Sehit mit einem Flugkopfball das 0:1. Der via Pfosten in die Maschen geflogene Ball war für TuS-Torwart Patrick Poppe unhaltbar. Pech hatte der Schlussmann beim 0:2 in der 42. Minute, als ein Distanzschuss von Lennart Schulze erneut an den Pfosten knallte. Der Ball sprang Poppe an den Oberkörper und prallte von dort ins eigene Tor.
Mit dem 0:3 durch Mert Bozkurt (52.) war die Partie entschieden. Der Mittelfeldspieler umkurvte vier Gegenspieler und hatte freie Bahn. Der Anschlusstreffer per Elfmeter durch Marcel Müller (55.) brachte keine Wende mehr, zumal Berat Bozkurt per Elfmeter das 1:4 erzielte.
TuS Friedrichsdorf: Poppe – Bole, Müller, Grüwaz, Kuklok – R- Cinar, Celik – Deli (78. Nickel), Latifi (72. M. Kotzott), M. Bozkurt – Baytekin.
SV Avenwedde: Fernandez – Kriassios, Rempel, Yula (74. Angelkovski), Merklinger – Calisan – M. Bozkurt, Muscharski (79. Böhler), Sehit (74. tekin), B. Bozkurt – Schulze.
Tore: 0:1 (34.) Sehit, 0:2 (42.) Poppe (Eigentor), 0:3 (52.) M. Bozkurt, 1:3 (56.) Müller (FE), 1:4 (66.) B. Bozkurt.
- Badminton: Rang 4 gefestigt 11. März 2018
Badminton-Verbandsliga
„Tippe“ sichert Platz vier und hilft dem BSC
Gütersloh-Friedrichsdorf (man). Mit einem klaren 7:1-Heimsieg über den Vorletzten BC Lünen hat der TuS Friedrichsdorf am vorletzten Spieltag seinen vierten Platz in der Badminton-Verbandsliga gefestigt und gleichzeitig dem Kreisnachbarn BSC Gütersloh im Abstiegskampf Schützenhilfe geleistet.Denn durch die Lünener Niederlage hat Aufsteiger Gütersloh am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt so gut wie sicher. Die Friedrichsdorfer blicken derweil nach oben und hoffen am letzten Spieltag im Verfolgerduell beim wieder erstarkten Rangdritten BC Vlotho noch Punkte und Plätze gut zu machen.
Gegen Lünen spielten die Friedrichsdorfer bereits in den Doppeln stark auf. Nils Rogge gewann mit Simon Klaß ebenso klar in zwei Sätzen wie Sven Leifeld mit Partner Christopher Niemann. Nur das Damen-Doppel Melanie Orth/Sabrina Sobeck musste nach schwachem zweiten Satz nachsitzen.
In den Einzeln waren die Gastgeber individuell besser besetzt. Nils Rogge, Sven Leifeld und Christopher Niemann erhöhten mit klaren Zweisatzsiegen Im Mixed legten Simon Klaß/Melina Orth nach. „Das lief nach Plan“, freute sich TuS-Teamsprecher Nils Rogge. Lediglich Sabrina Sobeck verlor ihr Einzel knappin drei Sätzen. „Das konnten wir aber angesichts von sieben Punkten verschmerzen“, sagte Nils Rogge.
- Sonntag ist Derby-Time 9. März 2018
Im Derby soll der Knoten platzen
Fußball-Bezirksliga: SV Avenwedde will gegen TuS Friedrichsdorf Negativtrend beenden
Alexander Kaiser
Gütersloh(WB). Der SV Avenwedde steckt in der sportlichen Krise. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen nach der Winterpause stehen die Blau-Weißen in der Fußball-Bezirksliga Staffel II unter Zugzwang. Nun geht es für »Bonewie« beim bevorstehenden Derby in Friedrichsdorf darum, die Trendwende einzuleiten.Am Gazellenweg sind sich alle Verantwortlichen der momentan schwierigen Situation bewusst. Das Trainerteam um Levent Cayiroglu ist im ständigen Austausch mit der sportlichen Führung. Für den Coach besteht allerdings (noch) kein Grund zur Sorge. »Ich bin jetzt schon ein paar Jahre im Fußballgeschäft. Solche Situationen gibt es immer mal wieder. Ich bin weit davon entfernt, aus der momentanen Lage ein Drama zu machen«, erklärt Cayiroglu, der aber zugibt: »Wir wollen auch nichts schön reden, das ist klar. Für mich ist es dennoch nur eine Frage der Zeit, bis die Ergebnisse wieder stimmen. Ich glaube an meine Mannschaft.« Vor dem Derbygegner hat Cayiroglu jedenfalls Respekt. Bereits im Hinspiel präsentierte sich der TuS als unangenehmer Gegner, der dem SVA nur durch einen Elfmeter knapp mit 0:1 unterlag. »Die letzten Ergebnisse haben gezeigt, dass Friedrichsdorf gegen starke Mannschaften mithalten kann. Wir wissen, was auf uns zukommt.«
Aufgrund der Dominanz des FC Kaunitz ist der Meisterschaftszug abgefahren. Ein mögliches Abschenken der Rückrunde kommt für Cayiroglu allerdings nicht in Frage. »Ich bin ein Vollblut-Trainer. Solch eine Einstellung würde nicht zu meinem Naturell passen. Wer jetzt meint, die letzten Spiele mit halber Kraft anzugehen, liegt komplett falsch.« Verzichten muss der 35-jährige Coach in den nächsten Wochen auf Winter-Neuzugang Michael Bergen, der sich im Spiel gegen Canlar Bielefeld einen Muskelfaserriss zuzog.
Auch beim TuS Friedrichsdorf holte man noch keinen Sieg nach der Winterpause. Die guten Leistungen gegen die Topteams Kaunitz und SC Bielefeld lassen Trainer Evran Cinar aber daran glauben, dass am Sonntag endlich der lang ersehnte Sieg gegen einen »Großen« gelingt. »Ich bin überzeugt davon, dass wir Avenwedde schlagen werden«, sagt der 31-jährige Coach: »Wir sind gut drauf und haben uns in den letzten Spielen unter Wert geschlagen.«
Mit nur einem Zähler aus den letzten beiden Partien ist für »Tippe« unterm Strich viel zu wenig Zählbares herausgekommen. Deshalb wäre für Cinar auch ein »dreckiger Sieg« in Ordnung. »Avenwedde ist uns aus meiner Sicht körperlich überlegen, wir sind dafür spielerisch besser«, sagt Cinar, der deshalb froh ist, dass die Partie auf dem Friedrichsdorfer Kunstrasen ausgetragen wird: »Unser Rasenplatz ist einem katastrophalen Zustand. Wenn wir da spielen, würden sich fünf Leute einen Bänderriss zuziehen.« Mit an Bord ist wieder Innenverteidiger Danny Grüwaz. Dafür fehlen Cinar die gelbgesperrten Benjamin Kotzott und Ayberk Arslan.
- Badminton: Aufstieg in die Verbandsliga 6. März 2018
„Zweite“ macht Landesliga-Titelgewinn mit 8:0-Sieg perfekt
Badminton: TuS Friedrichsdorf schlägt in der nächsten Saison mit zwei Teams in der Verbandsliga auf.
Bevor über die künftige Zusammensetzung entschieden wird, sollen erst die Saisonziele definiert werden
Gütersloh (wot). In der nächsten Saison gibt es in der Badminton-Verbandsliga zwei Teams des TuS Friedrichsdorf. Während sich die „Erste“ nach dem letztjährigen Aufstieg in der aktuellen Spielzeit als Tabellenvierter prächtig behauptet, machte die „Zweite“ den Titelgewinn in der Landesliga vorzeitig perfekt. Nach dem 8:0-Heimsieg am vorletzten Spieltag über den 1. BC Vlotho II hat die TuS-Reserve drei Punkte Vorsprung und kann vom BC Phönix Hövelhof III nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. „Im Prinzip haben wir zwei super Truppen, die auch beide in die Verbandsliga gehören“, freute sich Nils Rogge, Spitzenspieler der 1. Mannschaft, nach der ausgiebigen „Sause“ der Badminton-Abteilung in der Sporthalle Alte Ziegelei.Dort tat sich die „Zweite“ am Samstag schwerer als es das klare Endergebnis ausdrückt. Die ersten vier Matches entschied der TuS nämlich erst im 3. Satz für sich. „Wir wollten es zu sehr mit der Brechstange erzwingen“, urteilte Alexander Okrasa. Letztlich setzte sich jedoch die Aufstellungstaktik der Friedrichsdorfer durch. Die hatten mit Okrasa einen fünften Mann aus der 3. Mannschaft hochgezogen, damit der mit seinem bestens eingespielten Partner Tobias Mantey das zweite Herrendoppel bestreiten konnte, wodurch Spitzenspieler Frederick Loetzke für das Mixed frei wurde. Nach der 4:0-Führung war der harte Vlothoer Widerstand gebrochen und die weiteren Matches gingen glatt in zwei Sätzen an den TuS.
Ob die Teams in der nächsten Saison bestehen bleiben oder unter Leistungsgesichtspunkten gemischt werden, ist offen. „Erstmal müssen wir intern die Saisonziele definieren“, sagte Nils Rogge.
- Fußball: Führung verspielt 6. März 2018
SC Bielefeld – TuS 3:3
Heute ging es bei wesentlich höheren Temperaturen als in den Tagen zuvor zum Tabellendritten nach SC Bielefeld. Unsere wiederum neu formierte Mannschaft kam kaum ins Spiel. Beim Gastgeber lief der Ball gekonnt durch die eigenen Reihen, unsere Spieler schafften kaum drei Anspiele hintereinander, schon war der Ball wieder beim Gegner.
So fiel das 1:0 in der 13. Minute nicht einmal überraschend. Jetzt musste Tippe endlich dagegen halten. Und bei einem der wenigen Gegenangriffe gelang Hakan Kocaman ein präziser Schuss aus 20 Metern in den rechten oberen Winkel (31. Minute). Jetzt war die Partie wieder offen, Tippe mischte munter mit. Ein Freistoß aus Linksaußenposition vor das Bielefelder Tor fälschte ein heimischer Spieler unglücklich ab, und Tippe konnte mit 2:1 in Führung gehen (37. Minute).
Nach Wiederanpfiff wurde die Partie nickliger geführt. Es kam zu vielen, unsauber geführten Zweikämpfen, bei dessen Bewertung der Schiedsrichter kein „glückliches Händchen“ zeigte. Die heimische Mannschaft wurde zusehends nervöser. Einen Freistoß ca. 35 Meter vor dem Bielefelder Tor spielte Ridvan Cinar präzise in den Strafraum, wo der Ball zunächst abgewehrt wurde. Leutrim Latifi konnte sich den Ball erobern und schoss den Ball direkt ins lange Eck zum 1:3 (61. Minute).

Das war schon mal ein beruhigender Vorsprung. In der 73. Minute Glück für Tippe, ein Schuss prallte vom Pfosten ab, aber auch Benni Kotzott hatte einen Pfostenschuss zu verzeichnen. Das 1:4 wollte nicht fallen. Stattdessen witterten die Bielefelder Morgenluft als Torben Budde völlig unnötig und übermotiviert mit Gelb/Rot den Platz verlassen musste (81. Minute).
Es war schon in der Nachspielzeit als man sich in der Tipper Abwehr nicht einig war. Ein heimischer Stürmer erkannte die Situation, schnappte sich den Ball, spielte zu seinem Mitspieler, der allein vor Patrick Poppe stehend keine Mühe hatte den Ball einzuschieben. Und der Schiedsrichter machte immer noch keine Anstalten, das Spiel abzupfeifen. In der 94. Minute bekamen die Bielefelder einen Freistoß kurz vor unserem Strafraum zugesprochen. Nach der Ausführung gelangte der Ball in dem Getümmel in unser Tor. Danach war Schluss.
„Das war eine gefühlte Niederlage, weil wir durch zwei individuelle Fehler einen sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen gegeben haben“, ärgerte sich Trainer Evran Cinar. „Wir haben Lehrgeld bezahlt. Und das mit der Gelb/Roten Karte darf einfach nicht passieren“.
Aufstellung: Patrick Poppe – Christian Kuklok – Daniel Meyer Porteiro – Florian Bole – Arslan Ayberk – Ridvan Cinar – Hakan Kocaman (59. Can Bulut Özkan) – Eray Deli – Leutrim Latifi (65. Torben Budde) – Furkan Baytekin (46. Mounir Bukka) – Benni Kotzott.
Hans Voss
- Badminton: Aufstieg perfekt 6. März 2018
Auf und auch abgestiegen
Badminton: Friedrichsdorfer Alexander Okrasa sorgt für eine Kuriosität
Uwe Caspar
Gütersloh-Friedrichsdorf(WB). Sektkorken knallen am Samstagabend in der Sporthalle »Alte Ziegelei«. Der als recht streng geltende Hallenwart Theo Kordtokrax drückt ein Auge zu und akzeptiert ausnahmsweise, dass vielleicht ein paar Tropfen des schäumenden Getränks auf das von ihm stets penibel gepflegten Parkett fallen könnten.Schließlich hat die zweite Badminton-Mannschaft des TuS Friedrichsdorf schon am vorletzten Spieltag mit dem 8:0 über den BC Vlotho II den Verbandsliga-Aufstieg besiegelt. Der frischgebackene Landesligameister befindet sich jetzt auf Augenhöhe mit der ersten Garnitur, die vor einem Jahr den Sprung in die Verbandsliga geschafft hat. Zwei Teams in dieser Liga – das ist ein Novum in der Vereinshistorie des TuS.
»Natürlich haben wir den Theo vorher gefragt, ob wir schon in der Halle auf den tollen Erfolg anstoßen dürfen und dann auch sein Okay bekommen«, berichtet TuS-Akteur Alexander Okrasa schmunzelnd. Im Foyer geht die Aufstiegsparty erst richtig los und endet in der Nacht in einer Disco.
Für BC Phönix Hövelhof III und TuS Eintracht Bielefeld II, die lange Zeit den Friedrichsdorfern auf den Fersen waren, gibt es dagegen nichts zu feiern. Sie müssen neidlos anerkennen, dass der TuS zu Recht den Titel geholt hat. Dafür sprechen auch die deutlichen Ergebnisse bei den direkten Vergleichen gegen die Mitkonkurrenten. »In der Rückrunde haben wir Hövelhof mit 8:0 und Bielefeld mit 7:1 geputzt«, bewertet Alexander Okrasa die Kantersiege als eindeutiges Indiz für die mannschaftliche Stärke der Truppe.
Zu der ist der 25-Jährige erst im Laufe der Saison gestoßen, vorher schmetterte er für die ebenfalls in der Landesliga vertretenen »Dritten«. Die muss allerdings als abgeschlagenes und siegloses Schlusslicht wieder in die Bezirksliga zurück. Somit ist der Elektroingenieur, der bald seine neue Arbeitsstelle in Dortmund antreten wird, in einer Spielzeit sowohl auf- als auch abgestiegen. Außerdem kurios: Während Okrasa bei seinen Einsätzen für TuS III alle Matches verlor, ist er nach seinem Wechsel zur »Zwoten« hier ungeschlagen geblieben. »Ich habe aber am wenigsten zum Aufstieg beigetragen«, möchte er das Kollektiv im Vordergrund sehen.
Auch bei der finalen Heimpartie lässt der Doppelspezialist nichts anbrennen: Zusammen mit seinem Partner Tobias Manthey – beide nehmen regelmäßig an der NRW-Rangliste teil – setzen sich die Friedrichsdorfer in drei umkämpften Sätzen gegen Vlothos Duo durch. Drei Durchgänge benötigen ebenso die Doppel Laurenz Kornfeld/Simon Böddecker sowie das Damengespann Leonie Zuber/Melissa Martens. Letztere durfte im Februar erstmals bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld reinschnuppern. Drei Sätze muss auch Frederik Loetzek absolvieren, die restlichen Partien gehen jeweils mit 2:0 an den TuS.
Und nun freut sich die »Zwote« auf das Friedrichsdorfer Familienduell, das es schon mal zu gemeinsamen Landesligazeiten gab. Die Ziele beider Teams sind abgesteckt: Möglichst Aufstieg (TuS I) und Klassenerhalt (TuS II).
- Fußball: Wichtiger Heimsieg 6. März 2018
TuS II – BW Gütersloh 4:2

Julian Brosig
Bis zur 75. Minute mit 4:0 geführt, und dann noch bis zum Abpfiff gezittert, das ist schon ungewöhnlich, aber nicht bei uns. Personell auf der letzten Rille fahrend, retteten wir mit viel Kampf und Einsatz unseren Vorsprung über die Zeit. Die an diesem Sonntag gezeigte Einstellung war top und macht Mut für die nächsten schweren Spiele.
Nach beidseitig verhaltenem Beginn brachte uns Mike Fülling in der 15. Minute nach einer unübersichtlichen Situation mit 1:0 in Führung. Mit seiner spielerischen Überlegenheit drückte unser Gast nun mächtig aufs Tempo, aber eine gute Defensivleistung und Julian Brosig im Tor verhinderten bis zur Pause einen Gegentreffer.
Als in der 50. Minute Sascha Zumr nach einem schlimmen Schnitzer unserer Gäste auf 2:0 erhöhte, schien das Spiel nun in die von uns gewünschte Richtung zu laufen. Mit dem 3:0 durch Johannes Schlieckmann war das Match für einige schon entschieden, das 4:0 von Felix Jacobebbinghaus in der 70. Minute sorgte leider für den Einzug von Nachlässigkeiten. Nach 2 Gegentreffern in der 75. und 80. Minute mussten wir noch einige brenzlige Situationen überstehen, wir brachten den Vorsprung aber letztendlich verdient „nach Hause“.
Fazit: Dieser Sieg bringt uns unserem Saisonziel „Klassenerhalt“ wieder ein Stück näher. Auch wenn es in den letzten 10 Minuten noch einmal eng wurde, das Ergebnis geht über 90 Minuten gesehen absolut in Ordnung.
Spieler des Tages: Julian Brosig, sicherer Rückhalt hinter einer weitestgehend gut stehenden Abwehr. Wie Julian nach knapp 20 Minuten einen Kopfball aus kürzester Entfernung „entschärfte“, das war schon artistisch.
Rainer Wafzig
© 2025 - Alle Rechte vorbehalten
Design by SKT Themes


