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Sportkegeln – Aktuelles

  • Auswärtssieg – Weiterhin auf Oberligakurs 4. Februar 2023

    Badminton-Verbandsliga: BC Phönix Hövelhof 3 – TuS Friedrichsdorf 2 2:6

    Nach dem spannenden Krimi der 1. Mannschaft in Hövelhof, legte die 2. Garde in der Verbandsliga nach. Mannschaftsführer Frederick Loetzke (verhindert) und Stephan Löll (in 1. Mannschaft ausgeholfen) wurden durch unsere Landesligaspieler Dominik Pflug und Marvin Sperlbaum aus der 3. Mannschaft vertreten. Auch ohne die zwei Stammkräfte konnte ein klarer 2:6 Auswärtssieg eingefahren werden, jedoch war dieser nicht annähernd so energiegeladen wie der Vormittag in der Regionalliga.

    Sven Leifeld und Dennis Martin eröffneten den Spieltag im ersten Herrendoppel. Den ersten Satz klar mit 10:21 gewonnen, ließen Beide den zweiten Satz minimal zu entspannt angehen und holten Robin Möller und Dominik Sander so ungewollt ins Spiel. Im entscheidenden dritten Satz setzte sich die TuS-Paarung dann in den wichtigen Situationen durch und sicherten den ersten Punkt des Nachmittags für den TuS.

    Im zweiten Herrendoppel standen Joris Krückemeier und Marvin Sperlbaum der Paarung Marcel Mickenbecker und Levin Diwo gegenüber. Im ersten Satz (7:21) hatten die TuSler die klare Oberhand, ehe sie im zweiten Durchgang in ein ähnliches Muster – wie schon Sven und Dennis zuvor – verfielen. Diesen verpackten unsere Jungs jedoch, wenn auch knapp, ebenfalls in trockene Tücher. 0:2 Führung nach den Herrendoppeln.

    Svantje Gottschalk

    Ebenfalls Verlass war auf unser Damendoppel. Svantje Gottschalk und Sabrina Bartels mussten sich allerdings gegen Lina Sigge und Heike Vogt mächtig ins Zeug legen. Die Hausdamen gewannen den ersten Durchgang knapp mit 21:18, ehe Trainer Björn Bennefeld in der Pause die richtungsweisenden Worte fand und unsere Mädels auf Erfolgskurs brachte. Nach einem guten zweiten Satz, wurde es im dritten nochmal richtig spannend. Svantje und Sabrina setzten sich letztendlich mit 18:21 durch und blätterten auf der Zähltafel auf 0:3 um. Starkes Ding!

    Joris hatte seine Einzelpleite vom Vorabend gegen Refrath verarbeitet und lieferte sich mit Robin Möller ein anschauliches Spiel im ersten Herreneinzel. Die zwei Kontrahenten agierten in beiden Sätzen auf gleicher Höhe, jedoch konnte Joris gegen Satzende den Ball öfter auf Robins Feldseite platzieren. (17:21, 16:21), saubere Sache und der vierte Punkt für den TuS.

    Ähnlich solide spielte Sven seinen Stiefel runter. Gegner Marcel Mickenbecker spielte gut mit und ließ Sven in manchen Situationen durchaus alt aussehen. Am Ergebnis änderte dies jedoch nichts und Sven gewann das zweite Herreneinzel in zwei Sätzen mit 14:21 und 16:21. Mit Spielpunkt Nummer fünf und dem damit verbundenen Sieg sicherte sich der TuS die Gesamtpunkte 20 und 21. Tabellenführung halten und Druck auf Herringen ausüben gelang also.

    Dominik Pflug schnupperte mit seinem Aushilfseinsatz schon mal Verbandsligaluft. Zwar steht das eigens ausgerufene Ziel „Verbandsliga-Aufstieg“ mit Mannschaft drei momentan auf der Kippe, sollte seine Leistung aber an diesem Nachmittag nicht beeinflussen. Er verlor das dritte Einzel, nach durchweg gutem Badminton gegen Namensvetter Dominik Sander mit 21:18 und 21:17. Hövelhof betrieb mit dem 1:5 etwas Ergebniskosmetik.

    Auch ohne Erfolg holte sich Svantje für das Dameneinzel ein Lobeskrönchen ab. „Sie war gut auf dem Feld unterwegs und hat auch am Netz klasse gearbeitet. Ein wirklich gutes Spiel.“, sagte Simon Klaß, der nach seinem Spiel am Morgen noch in der Halle geblieben war. Lobende Worte fand auch Neu-A-Trainer Dennis: „Ich habe gedacht, das dieses Spiel eindeutiger in Richtung Hövelhof geht. Umso schöner das Svantje sich hineingearbeitet und immer an einen Sieg geglaubt hat. Top!“. Des Öfteren fielen noch aufbauende Sätze wie: „Klasse Spiel, richtig gut gemacht!“, von Mannschaft und Zuschauern. Sie gewann den ersten Satz mit 16:21, musste aber nach zwei nicht minder schlechteren Sätzen (21:16, 21:18) Lina Sigge am Netz gratulieren. Zwischenstand 2:5.

    Zu guter Letzt folgte noch das Mixed. Dennis und Sabrina machten im ersten Satz (6:21) recht klar  deutlich, dass der letzte Punkt auch noch auf das Tippe-Konto verbucht werden sollte. Im zweiten hingegen fanden Levin Diwo und Heike Vogt vorher nie dagewesene Lücken und machten es noch einmal spannend. Mit 18:21 und dem sechsten Punkt entließen die Spieler alle in den wohlverdienten Feierabend. Leonie Zuber & Philipp Knöchelmann

  • Und plötzlich unter den besten Acht der Nation 4. Februar 2023

    Badminton: Leonie Zuber und Melina Orth, das Damen-Doppel des TuS Friedrichsdorf, erreicht nach zwei Siegen am Freitag als einziges ungesetztes Team das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft am Samstag um 10 Uhr.

    Bielefeld (man). Die Erfolgsgeschichte der heimischen Badmintonspieler des TuS Friedrichsdorf bei der DM geht weiter. Das Damen-Doppel Melina Orth und Leonie Zuber ist bei den Deutschen Meisterschaften in der Bielefelder Seidensticker Halle mit zwei Siegen und einem Freilos in der ersten Runde bis ins Viertelfinale vorgestürmt und darf nun erstmals am dritten DM-Tag antreten.

    „Bisher hat noch nie jemand von uns die erste Runde überstanden und jetzt stehen wir im Viertelfinale“, freute sich Melina Orth, für die es genau wie für ihre Partnerin Leonie Zuber die dritte DM-Teilnahme ist. Pech hatte hingegen das heimische Doppel Svantje Gottschalk/Malin Risse. Gegen die beiden Zweitligaspielerinnen Ella Neve und Katharina Rudert führten sie bis zum 19:17 im ersten Satz und gaben diesen dann aufgrund individueller Fehler noch mit 20:22 ab. Den zweiten Durchgang spielten die beiden konzentriert bis zum Ende durch und gewannen souverän mit 21:16. Im dritten Satz fanden die beiden Zweitligaspielerinnen dann aber besser ins Spiel, erhöhten das Tempo und gewannen mit 21:13. „Das Spiel hätten die beiden in zwei Sätzen klar machen können“, drückte TuS-Trainer Björn Bennefeld die Enttäuschung der beiden jungen Spielerinnen aus.

    Ohne Probleme lief dagegen das erste Spiel von Orth/Zuber. Mit 21:9 und 21:11 setzten sich die beiden Friedrichsdorferinnen gegen die Münchnerinnen Karin Haupt/Desiree Töpffer durch. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Isabell Lohau blieb den Lokalmatadorinnen in der dritten Runde ein Aufeinandertreffen mit den an Nummer eins gesetzten Bundesligaspielerinnen Linda Efler und Lohau erspart. Stattdessen traten nun die kampflos weitergekommenen Regionalligaspielerinnen Lena Moses/Amelie Schröder gegen das TuS-Doppel an.

    Nach einem starken Auftaktsatz mit teilweise deutlichen Führungen leisteten sich die Friedrichdorferinnen im zweiten Durchgang einige Unachtsamkeiten, um nach drei Sätzen doch mit 21:17, 17:21 und 21:13 zu gewinnen. „Der Tag hat richtig Spaß gemacht und jetzt freuen wir uns auf Morgen“, erklärte Melina Orth zufrieden. Dann warten die beiden Zweitligaspielerinnen Katharina Altenbeck/Julia Meyer auf das heimische Regionalliga-Gespann. „Da haben wir aber nur eine Chance, wenn alles richtig gut läuft“, so Orth.

  • Remis in Hövelhof 3. Februar 2023

    Badminton-Regionalliga: BC Phönix Hövelhof – TuS Friedrichsdorf 4:4

    Am vergangenen Sonntagmorgen kam es in Hövelhof zum Showdown um die bessere Position im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West. Beide Mannschaften gingen hochmotiviert, mit viel Energie und jeder Menge Siegeswille in den Spieltag. Nach knapp über 3 Stunden, in vielen spannenden, teils unglaublich eng umkämpften Spielen stand es fest: Ein Unentschieden, welches keinem so richtig weiterhilft. Die Anhänger beider Vereine lieferten sich in der angenehm warmen Sporthalle – momentan eine echte Seltenheit – ebenfalls ein Duell auf Augenhöhe und ließen das Stimmungsthermometer weiter ansteigen. Ein würdiger Abstiegskrimi ohne Sieger.

    Traditionell begann man mit dem ersten Herrendoppel. Wie in Ostenland schon, ging der TuS mit Simon Klaß und Mirko Brüning an den Start. In zwei Sätzen unterlagen die Beiden Niklas Kampmeier und Sven Falkenrich. Der zweite Satz ging knapp mit 21:19 an den Gastgeber. Sichtlich frustriert, landete Simons Schläger nach dem Matchball an der Hallentrennwand. „Das ist schon frustrierend, wenn man sehr gute Phasen im Spiel hat und es dann letztendlich doch nicht ganz reicht.“, sagte er geknickt. „An die guten Phasen können wir jetzt nur anknüpfen und weitermachen.“, legte er etwas Positives nach.

    Das zweite Herrendoppel war da etwas erfolgreicher. Nach einem etwas holprigem Start kamen Nils Rogge und Stephan Löll viel besser ins Spiel. Dem ersten verlorenen Satz, folgten zwei Sätze zu Gunsten des TuS. Ein Spiel, das ordentlich an den Kräften zerrte und allen vier Spielern viel abverlangte. „Wir haben etwas spät ins Spiel gefunden, uns dann aber Stück für Stück an Marvin (Barther) und Björn (Six) vorbeischieben können.“, freute sich Nils über den Sieg.

    Nils Rogge

    Auch im Damendoppel standen heute drei stramme Sätze auf der Tagesordnung. Melina Orth und Leonie Zuber legten nach einem knappen ersten Satz, eine enorme Steigerung hin und gewannen den zweiten deutlich mit 12:21. Genauso knapp wie der erste Satz, war auch der Entscheidungssatz. Am Ende zeigten die beiden TuS-Damen zwei Punkte lang mehr Nerven und gewannen mit 19:21. „Ricarda (Rieke) und Hannah (Schiwon), haben mit uns zwei Sätze auf Augenhöhe gespielt, das hat richtig Spaß gemacht“, strahlte Melina. Eine gelungene Generalprobe für die DM in dieser Woche, wo beide gemeinsam aufschlagen werden.

    Das größte Spektakel des Tages folgte im ersten Herreneinzel. Christopher Niemann und Niklas Kampmeier lieferten sich im ersten Satz einen Kampf, bis auf der Zähltafel nichts zählbares mehr zum umklappen übrig war. Mit 30:29 ging der erste Satz an Hövelhof. Im Hinspiel noch gewonnen, musste Christopher heute auch den zweiten Satz abgeben. Bis dahin sollte allerdings noch ein wenig Zeit verstreichen. Beide schenkten sich keinen Ball, spielten lange Ballwechsel und bei 29:27 war dann auch Ende. Ein grandioses Spiel, was alle Zuschauer in der Halle mit einbezog. „Alles…für nichts ne.“ schnappt Christopher sichtlich nach frischer Luft. Klasse Spiel von Beiden!

    Ein gut aufgelegter Mirko hatte im zweiten Herreneinzel deutlich weniger zu tun, als erwartet. Im ersten Satz (14:21) hat er Björn Six noch gut mitspielen lassen. Im zweiten Satz (7:21) musste der Hövelhofer aber einsehen, das dieses Spiel nicht zu holen war. Zeit für alle in der Halle etwas durchzuatmen und Puls wieder etwas zu beruhigen.

    Verbandsligaspieler Stephan verstärkte den TuS heute ebenfalls im dritten Herreneinzel und musste mal wieder über die volle Distanz ran. Sein Gegenüber, Theo Steinwart, schlägt ebenfalls in der Verbandsliga auf. Beide lieferten den Zuschauern ein grandioses Spiel, in dem beide Seiten ihr Spiel gegenüber dem Anderen immer wieder anhoben. In Satz drei arbeitete sich Stephan mit 18:13 hintenliegend wieder ran, ließ dann aber folgend wichtige Bälle liegen. Endstand 21:18 und nach 6 Spielen stand es 3:3.

    Melina, die ihr Dameneinzel im Hinspiel überraschend gewann, hatte heute wenig Chancen ein weiteres Mal zu punkten. In zwei Sätzen unterlag sie Hannah Schiwon recht deutlich mit 21:16 und 21:10. „Hannah war heute einfach besser und hat verdient das Spiel gewonnen. Im Hinspiel lief bei mir wirklich alles zu 100%. Das war heute nicht der Fall.“, sah Melina auf ihr Spiel zurück.

    Das Mixed entschied also über Niederlage oder Unentschieden. Nils und Leonie gewannen in zwei sehr knappen Sätzen (je 19:21) gegen Sven Falkenrich und Ricarda Rieke. „Als Melina ihr Einzel verloren hat, stieg der Druck nochmals deutlich an. Dies aber haben wir uns nicht anmerken lassen und unser Spiel durchgezogen.“, gab Leonie nach Spielende zu. Nils konnte mit grandiosen Aufschlagannahmen so einige Punkte sichern. Überragende Ballwechsel auf konstant hohem Niveau machten dieses Spiel zu einem gelungenen Abschluss.

    „Dieses Unentschieden hilft keinem beider Vereine so richtig weiter. Wir haben jetzt zwar ein Spiel weniger um Punkte zu holen, Hövelhof konnte sich aber auch nicht klar auf 3 Punkte Vorsprung absetzten. Beide Seiten haben heute alles gegeben und dennoch steht man genauso da wie vorher. Die letzten beiden Spiele heißt es nun, alles reinhauen und hoffen, dass der Andere Federn lässt.“, fasste Nils die Lage nach dem Kracher-Spieltag zusammen.

    Nach der DM geht es am 11.02.23 nach Bonn. Dort wartet der 1.BC Beuel 3. Am Sonntag den 19.03.23 empfängt der TuS zum Saisonabschluss den 1.BV Mülheim. Leonie Zuber & Philipp Knöchelmann

  • Als Krönung ein Spiel gegen Li 3. Februar 2023

    Badminton-DM: Melina Orth erreicht im Einzel die nächste Runde, in der die Topfavoritin Yvonne Li wartet. Die Friedrichsdorfer Vertreter schlagen sich am ersten Wettkampftag achtbar.

    Von Gregor Winkler Gütersloh. Nur dank ein paar Wildcards zum schmückenden Beiwerk zu werden – das Spiel machten die „Tipper“ nicht mit. Die Aktiven des TuS Friedrichsdorf, die bei den Deutschen Badminton-Meisterschaften am Start waren, zogen gleich reihenweise in die nächsten Runden ein.

    Mixed
    Donnerstag, 10 Uhr. Während in den Büros der Republik die Kaffeebecher nachgefüllt wurden – was Leonie Zuber, Melina Orth und Frederick Loetzke an einem normalen Tag womöglich auch getan hätten – eröffneten die drei Spieler des TuS Friedrichsdorf an ihrem eigens eingereichten Urlaubstag die DM. Sie waren die Ersten, die bei den Titelkämpfen ran mussten. Und sie standen hellwach auf den edlen Plätzen der Bielefelder Seidensticker Halle.

    Nach einem glatten wie sicheren Zweisatz-Sieg (21:13 21:15) über Paloma Wich und Jonas Burger erreichte Melina Orth mit ihrem Partner Nils Wackertapp aus Gladbeck die nächste Runde. Dort war gegen das Bremer Oberliga-Team Yannik Windhorst/Maren Völkering nach 20 Minuten Schluss. Orth, für die es bereits das dritte Spiel des Tages war, und ihr Partner verloren mit 7:21 und 16:21. „Das ist sehr schade, die wären schlagbar gewesen. Aber sie haben extrem gut am Netz gespielt“, ärgerte sich Orth, die auch im Einzel antrat, über die verpasste Chance zu einem fünften Spiel an diesem Tag.

    Auch das rein Friedrichsdorfer Gespann Zuber/Loetzke startete furios, gewann den ersten Satz gegen das Zweitliga-Gespann Sarah Pinnen/Thilo Mund mit 21:11. „Die waren noch gar nicht richtig anwesend“, beschrieb Zuber den eigenen Sturmlauf. „Doch dann waren wir taktisch doof. Wir haben in den Sätzen zwei und drei mehr Zeit vom Gegner bekommen. Dadurch haben wir uns verleiten lassen, anders zu spielen, als im ersten Satz“, analysierte Loetzke. Mit 13:21 und 16:21 gaben die „Tipper“ das Match noch ab.

    Herren-Einzel
    Der angeschlagene Christopher Niemann, der zuletzt wenig trainiert und gespielt hatte, setzte sich in der ersten Runde gegen das 19-jährige Talent Florian Otto mit 21:18, 17:21 und 22:20 durch. „Das war ein Krampf“, sagte der Friedrichsdorfer nach fast einstündiger Spielzeit. „Ich habe immer ein paar Punkte gemacht, dann war ich kaputt und habe es schleifen lassen.“ Die Puste sei das Problem gewesen. „Ich habe am Ende Glück gehabt. Aber das war ein gutes Los für mich“, meinte der 23-Jährige, der in der nächsten Runde auf den an 5/8 gesetzten Felix Hammes traf. Beim 10:21 und 13:21 hatte der Tipper gegen den Top-Mann keine Chance mehr. „Es hat aber unglaublich Spaß gemacht. Ich bin trotzdem sehr zufrieden“, sagte Niemann.

    Damen-Einzel
    Nach dem Auftakterfolg im Mixed ging Melina Orth euphorisiert in ihr Einzel gegen die 16-jährige Luna Marquordt – und kassierte prompt ein 14:21 im ersten Satz. Sie behielt jedoch die Nerven, holte die Sätze zwei (21:12) und drei (21:17) und kam so zu ihrem großen Spiel gegen die Topfavoritin Yvonne Li. „Im ersten Satz war ich noch nicht so angekommen. Aber dann lief es “, sagte Orth, die mit vier Spielen im Mixed und Einzel zur Friedrichsdorfer Marathonfrau des Tages wurde.

    Ihr Teamkollege Christopher Niemann übergab Orth nach seiner Niederlage gegen Felix Hammes das Spielfeld – vielleicht kein gutes Omen. In weniger als einer Viertelstunde erledigte die mehrfache Deutsche Meisterin Li mit 21:5 und 21:5 ihre Pflichtaufgabe. „Am Platz lag es nicht“, sagte Orth lachend, „es war einfach schön, gegen sie zu spielen. Ich wollte in jedem Satz einen Punkt machen – das hat ja geklappt“, meinte sie.

    Der Freitag
    Am heutigen Freitag stehen Melina Orth, Leonie Zuber und Svantje Gottschalk in den Damen-Doppeln auf dem Court. Um 13.10 kämpfen Orth/Zuber gegen Katrin Haupt/Desiree Töpfer. Svantje Gottschalk tritt mit ihrer 17-jährgen Partnerin Malin Risse aus Lippstadt um 13.30 Uhr gegen Ella Neve/Katherina Rudert an.

  • Keine Punkte gegen Refrath 2. Februar 2023

    Badminton-Regionalliga: TuS Friedrichsdorf – TV Refrath 3 2:6

    Am vergangenen Wochenende wurde der Doppelspieltag mit der Begegnung TuS Friedrichsdorf 1 gegen den TV Refarth 3 eingeleitet. Gestartet wurde am Samstag um 17 Uhr in heimischer Halle.

    Joris Krückemeier

    Traditionell hat das erste Herrendoppel den Anfang gemacht. Simon Klaß und Mirko Brüning konnten sich im ersten Satz in der Verlängerung durchsetzen, dann aber das hohe Spieltempo nicht mitgehen und hatten in den beiden folgenden Sätzen jeweils nur 14 Punkte zur Gegenwehr. Mark Byerly und Nikolas Klauer konnten das Feld als Sieger verlassen und auf der Spielstandanzeige wurde der erste Punkt auf der Seite des Gegners verbucht.

    Auch das zweite Herrendoppel, das an diesem Spieltag durch Joris Krückemeier verstärkt wurde, konnte leider nicht so richtig Fuß fassen. Sichtlich überrumpelt durch den starken Start des Refrather Duos Schmitz/Binus konnten Nils Rogge und Joris nur 14 Punkte erkämpfen. Im zweiten Durchgang fanden die Beiden zwar besser ins Spiel, konnten das Ergebnis aber nicht drehen. Bei einem Stand von 18:21 mussten sie dem Gastverein gratulieren.

    Das Damendoppel, wie gewohnt besetzt mit Melina Orth und Leonie Zuber, zeigte sich zu Beginn des Spiels sichtlich optimistisch: „Das Doppel gegen die Refrather Paarung war das Erste, das wir in der Hinrunde gewonnen haben. Das Spiel heute kann daher nur unter einem guten Stern stehen, da ist der Knoten geplatzt“, witzelten die TuS-Damen zuvor. Im ersten Satz sollte diese Aussage mit einem deutlichen 21:10 Sieg unterstrichen werden. Melina und Leonie spielten ein sehr konzentriertes Doppel und ließen den gegnerischen Damen kaum Luft. Im zweiten Satz schien die Konzentration aber auf der Strecke geblieben zu sein – 18:21 hieß das Ergebnis des Durchlaufs und die Partie sollte erst im Entscheidungssatz entschieden werden. Es schien, als hätten die Beiden nur eine kurze Verschnaufpause benötigt, denn der dritte Satz wurde auch wieder deutlich mit 21:10 gewonnen. „Nach dem zweiten Satz hatten wir kurz Angst, dass die Beiden nicht noch einmal den Dreh bekommen“, kommentierte Mirko den zwischenzeitlichen Leistungsabfall. Der Anschlusspunkt zum 1:2 wurde somit auf das Tipper-Konto verbucht.

    Aufgrund des Ausfalls von Christopher Niemann durfte Mirko im ersten Herreneinzel gegen den Ball schlagen. Mit dem Spiel von Corvin Schmitz hatte Mirko zu Beginn so seine Schwierigkeiten und schien seinen gewohnten Rhythmus nicht zu finden. Nach der deutlichen 10:21 Niederlage im ersten Satz war Mirko im zweiten Satz aber endlich auf Betriebstemperatur und konnte dem Gegner das Leben ordentlich schwer machen. Hier reichte nicht einmal die reguläre Spiellänge des Satzes. Bis zum Stand von 26:28 war Mirko dem Refrather Kontrahenten auf den Fersen, konnte den Satz aber leider nicht für sich entscheiden. Zwischenstand: 1:3

    Durch die Änderung der Aufstellung musste Simon nach langer Zeit auch mal wieder im Herreneinzel ran. Doch die Kombination der Disziplin mit der Spielstärke von Mark Byerly lagen ihm an diesem Tag leider gar nicht. „Da macht Aufgeben ja schon fast mehr Spaß!“ resümierte Simon sichtlich angefressen, nachdem er mit 8:21 und 2:21 schwindelig gespielt wurde.

    Ein sehr schönes Spiel bot Joris den zahlreichen Zuschauern im dritten Herreneinzel. Im ersten Durchgang setze er sich mit 21:17 gegen Nikolas Klauer durch, eher dieser das Spiel drehen konnte. Nachdem der folgende Satz mit 14:21 an den Gast ging, erstreckte sich das Herreneinzel als drittes Spiel an diesem Abend über die volle Distanz. Leider fand Joris den Anschluss nicht wieder und Klauer verließ, mit dem 5. Punkt für den TV Refrath 3 im Gepäck, das Feld.

    Das folgende Dameneinzel sorgte für ordentlich Frust bei Melina: „Ich wusste gar nicht, was ich tun soll. Sie (Birte Kramer) hat das Spiel bewusst so langsam gestaltet. Damit war ich überfordert.“ Das spiegelte sich auch im Ergebnis wieder. Die Sätze gingen mit 14:21 und 10:21 an die Herausforderin aus dem Bergischen Land.

    Das abschließende Mixed trug zum Schluss noch mal zur Ergebniskosmetik bei. Den ersten Satz konnten Leonie und Nils mit 21:15 souverän gewinnen, bevor im zweiten Satz häufig der Ball an der Netzkante kleben blieb und der Durchgang verloren wurde. Unter lautstarker Unterstützung von der Spielerbank, sowie der Tribüne, behielten die Beiden aber einen kühlen Kopf und fuhren im Entscheidungssatz einen Sieg (21:18) ein, sodass das Ergebnis des Abends 2:6 für den TV Refrath lautete. Leonie Zuber & Philipp Knöchelmann

  • Ab heute in Bielefeld 2. Februar 2023

    Badminton: Friedrichsdorfer Quintett startet bei der Badminton-DM

    Gütersloh (man). Mit der Teilnahme an den heute in der Bielefelder Seidensticker Halle beginnenden 71. Deutschen Meisterschaft geht für fünf Badmintonspieler des TuS Friedrichsdorf ein Traum in Erfüllung. Melina Orth und Leonie Zuber schafften ebenso die direkte Qualifikation wie Svantje Gottschalk mit ihrer Lippstädter Partnerin Malin Risse. Mit einer Wildcard spielen zudem Zuber mit Frederik Loetzke im Mixed und Christopher Niemann im Einzel. Orth startet im Doppel, Einzel und Mixed.

    Für Zuber/Loetzke geht es heute um 10 Uhr los gegen die Zweitligaspieler Thilo Mund/Sarah Pinnen (BC Remagen). „Die beiden spielen eine Klasse über uns, vielleicht reicht es“, hofft die 27-jährige Zuber, für die es bereits die dritte DM ist, auf eine kleine Überraschung. Melina Orth trifft um 10 Uhr mit Nils Wackertapp (Gladbecker FC) auf die Bundesligaspieler Jonas Burger/Paloma Wich (BC Offenburg). Ihr Hauptaugenmerk legt Leonie Zuber auf das Doppel mit Melina Orth am Freitag (13.10 Uhr). Nach einem Freilos treffen sie auf die in der Oberliga aufschlagenden Katrin Haupt/Desiree Toepfer (ATV Volkmarsdorf/ESV München). „Wenn wir die dritte Runde erreichen sollten, müssen wir gegen die an Nummer eins gesetzten Linda Efler und Isabel Lohau spielen, die zusammen mit Partner Mark Lamsfuß vor kurzem Europameister im Mixed geworden ist.

    Gegen zwei Bundesligaprofis zu spielen, die gerade von einem Turnier in Indonesien kommen, ist richtig cool, auch wenn wir abgefertigt werden“, so Zuber. „Melina und ich sind gut eingespielt und haben das letzte NRW-Ranglistenturnier gewonnen, die dritte Runde sollte deshalb möglich sein“, gibt sie sich zuversichtlich, das Spiel gegen die Profis erreichen zu können. Svantje Gottschalk und ihre Lippstädter Doppel-Partnerin Malin Risse treffen nach einem Freilos (13.30 Uhr) auf die Zweitligaspielerinnen Ella Neve/Katharina Rudert (TSV Freystadt).

    Gar nicht gut drauf ist derweil TuS-Spitzenspieler Christopher Niemann, der mit einer Wildcard ins Teilnehmerfeld der besten 64 deutschen Spieler gerutscht ist. „Seit zwei Wochen kämpfe ich mit einem entzündeten Lymphknoten in der Leiste und kann so nicht auf Top-Niveau spielen“, ist der Student enttäuscht. Niemann trifft heute um 12.15 Uhr auf den ebenfalls in der Regionalliga spielenden Jens Otto (Jena). Ein schweres Los hat Melina Orth im Damen-Einzel gezogen. In der ersten Runde wartet Luna Marquordt vom Badminton-Zweitligisten SV Harkenbleck auf sie. Bei einem Sieg müsste sie um 18.20 Uhr gegen die an Nummer eins gesetzte Profispielerin Yvonne Li (SV Fun Ball Dortelweil) antreten.

  • TuS auf Abstiegsplatz 1. Februar 2023

    Badminton-Regionalliga: Nur ein Punkt aus zwei Spielen

    Gütersloh (man). Für den TuS Friedrichsdorf wird es im Kampf um den Klassenerhalt in der Badminton-Regionalliga ganz eng. „Wir haben noch eine Chance, aber es wird ganz schwer“, weiß Simon Klaß aus der ersten Mannschaft. Denn mit dem überraschenden Punktgewinn gegen 1. BC Beuel III und dem Sieg gegen Tabellendritten Mühlheim II ist der direkte Konkurrent BC Phönix Hövelhof an den Friedrichsdorfern vorbeigezogen und sind diese auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. „Da hatten Beuel und Mühlheim schwach aufgestellt, während sie gegen uns in Bestbesetzung angetreten sind“, ärgerte sich Klaß. Die Friedrichsdorfer dagegen verpassten es, am Doppelspieltag mit der 2:6-Heimniederlage gegen Refrath III und dem 4:4 im Nachbarderby bei Phönix Hövelhof die entscheidenden Punkte gewinnen, um die bisher so starke Saison mit dem Klassenerhalt zu belohnen. Zwei Spiele stehen noch aus.

    TuS Friedrichsdorf– TV Refrath III 2:6.
    „Auf dem Papier wirkt das Ergebnis deutlicher, als die Spiele waren. Denn die waren oft, doch haben wir die meisten verloren. Spielerisch waren wir auf Augenhöhe“, sagte Simon Klaß. Ohne Spitzenspieler Christopher Niemann, der nach seinen Leistenproblemen für das Derby gegen Hövelhof und für die Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende geschont werden sollte, fehlte den „Tippern“ ihr Leistungsträger. Die beiden Herren-Doppel gewannen die Gäste knapp. Mirko Brüning musste als neue Nummer eins im Topspiel gegen Corvin Schmitz in einem verrückten zweiten Satz unglücklich mit 26:28 geschlagen geben. Auch Simon Klaß an Nummer 2 und Ersatzspieler Joris Krückemeier gaben ihre Einzel ab, wobei Krückemeier erst im dritten verlor. Im Damen-Einzel ließ sich Melina Orth von der langsamen Spielweise ihrer Gegenspielerin „einlullen“ und verlor zu allem Überfluss in zwei Sätzen. So punkteten nur das Damen-Doppel Leonie Zuber/Melina Orth und das Mixed Nils Rogge/Leonie Zuber in jeweils drei spannenden und hochklassigen Sätzen.

    Hövelhof nutzt Heimvorteil beim 4:4

    BC Phönix Hövelhof – TuS Friedrichsdorf 4:4.
    „Das war Abstiegskampf, wie er im Buche steht. Viele Zuschauer von beiden Mannschaften und eine tolle Stimmung in der Halle. Wir waren dem Sieg näher als Hövelhof, aber das Spiel hätte auch für jeden mit 6:2 enden können. Der Heimvorteil hat für Hövelhof den Ausschlag gegeben“, sagte Klaß nach dem spannenden OWL-Derby, dass die „Tipper“ im Hinspiel noch gewonnen hatten.

    Gegenüber dem Vortag präsentierten sich die TuS-Doppel deutlich verbessert. Zwar verlor das erste Herren-Doppel mit Simon Klaß/Mirko Brüning in zwei Sätzen, dafür setzten sich Nils Rogge/Stephan Löll und Melina Orth/Leonie Zuber knapp in drei Sätzen durch. Für ein „irres“ Spiel sorgte Spitzenspieler Christopher Niemann im ersten Herren-Einzel. Gegen Niklas Kampmeier musste der Friedrichsdorfer zweimal in die Verlängerung und verlor beide Male unglücklich mit 29:30 und 27:29. „Beim 28:27 hatte Christopher im zweiten Satz Satzball und schlägt den knapp ins Aus. Das war besonders ärgerlich“, so Klaß.

    Mirko Brüning setzte sich souverän in zwei Sätzen durch, während Stephan Löll im dritten Satz knapp verlor. Auch Melina Orth konnte ihr Einzel nicht gewinnen. Dafür zeigten Nils Rogge/Leonie Zuber ein starkes Spiel und Nervenstärke. In zwei Sätzen gewannen sie ihr zweites Gemischtes Doppel an diesem Wochenende, womit sie dem TuS den Punktgewinn und die Chance auf den Ligaerhalt retteten.

  • Tipper DM-Attacke 31. Januar 2023

    Badminton: Fünf Athleten des TuS Friedrichsdorf sind bei den nationalen Titelkämpfen dabei. Melina Orth und Leonie Zuber starten sogar mehrfach.

    Von Gregor Winkler – Gütersloh. Die Kanaren oder die Karibik, der Himalaja oder auch der Harz – Traumorte für den Urlaub gibt es viele. Die Bielefelder Seidensticker Halle zählt eher nicht dazu. Und trotzdem werden Melina Orth, Leonie Zuber und drei weitere Badmintonspieler des TuS Friedrichsdorf genau dort zwei ihrer sauer verdienten Jahresurlaubstage verbringen. Man darf sogar davon ausgehen, dass sie sich in der im nüchternen blau eingerichteten Arena ähnlich wohlfühlen werden, als rekelten sie ihre Sportlerkörper unter südlicher Sonne am weißen Traumstrand.

    Sportlich geht es – um im Bild zu bleiben – ins Gebirge. Ein besonderer Gipfelsturm steht an: fünf „Tipper“ haben ein Ticket für die Deutschen Meisterschaften erhalten. Die Titelkämpfe beginnen für einige von ihnen bereits am Donnerstag. Sonderurlaub? „Ich habe gar nicht gefragt“, sagt Leonie Zuber, die bei der BKK Bertelsmann beschäftigt ist. Sie und ihre Teamkollegin Melina Orth, IT-lerin bei Melitta, sind diejenigen, die in zwei oder sogar in drei Disziplinen ran müssen – oder besser gesagt ran dürfen.

    Die 28-jährige Melina Orth tritt gemeinsam mit Zuber im Damen-Doppel sowie mit einer Wildcard auch im Einzel an. Zu ihrer großen Überraschung wurde sie mit ihrem Gladbecker Partner in der vergangenen Woche auch noch für das Mixed nachnominiert.

    Zwei Mal spielte sie zuvor schon bei der DM. „Eine Wildcard hatte ich aber noch nie“, sagt sie. Die „Freifahrtscheine“ werden traditionell an Spieler aus der Region vergeben. Lokalkolorit ist den Ausrichtern der seit 2003 (mit Ausnahme der Coronajahre 2021 und 22) durchgängig in Bielefeld stattfindenden Titelkämpfe wichtig.

    „Wir spielen im Moment wohl unser bestes Badminton“

    Am TuS Friedrichsdorf kommt man nicht vorbei, wenn man OWL präsentieren möchte. „Tatsächlich spielen wir im Moment wohl unser bestes Badminton“, sagt Melina Orth. Sie kann es beurteilen, denn sie schlägt seit 2014 für die „Tipper“ auf, die in dieser Saison als Aufsteiger in die Regionalliga gingen. Noch länger ist Leonie Zuber dabei. „Seit ich fünf Jahre alt bin, spiele ich in Friedrichsdorf“, rechnet die 27-Jährige vor, die als Einzige aus dem Team auch noch im Dorf lebt.

    Seit ein paar Jahren stehen Orth und Zuber als Doppel auf dem Feld. Und es läuft. Jüngst siegten sie wieder beim NRW-Ranglistenturnier. Es war bereits der dritte Erfolg in dieser Saison. Damit führt das Duo die Landes-Rangliste aktuell an – Beweisführung für die direkte DM-Nominierung abgeschlossen!

    Ihre Gegnerinnen in der ersten Runde, Katrin Haupt und Desiree Toepffer, kennen sie nicht. „Sie spielen eine Klasse unter uns. Das sieht zunächst nach einer lösbaren Aufgabe aus“, meint Zuber. Wenn sie ihr Erstrundenspiel am Freitag um 13.10 Uhr überstehen, dann warten in Runde zwei die großen Titelfavoriten Linda Efler und Isabel Lohau. An Eins gesetzt und international erfahren. „Die waren gerade noch bei einem Turnier in Indonesien. Gegen die auszuscheiden, wäre keine Schande“, sagt Zuber grinsend.

    Auch im Einzel liebäugelt Melina Orth durchaus mit der zweiten Runde. Ihre erste Gegnerin ist das 16-jährige Talent Luna Marquordt, die in der Oberliga Niedersachsen spielt. „Es kann gut sein, dass ich von meiner größeren Erfahrung profitiere“, meint Orth. Gewinnt sie, dann wartet die an Eins gesetzte mehrfache Titelgewinnerin Yvonne Li. „Im Einzel rechne ich mir nicht so viel aus. Da bin ich nicht aufgeregt“, meint Orth.

    Ganz anders Leonie Zuber: „Bei der DM zu spielen, ist schon etwas Besonderes“, gibt sie zu. Ja, sie sei aufgeregt. Zweimal war sie im Damen-Doppel schon am Start. Mit ihrem Mixed-Partner und Teamkamerad Frederick Loetzke versuchte sie seit einigen Jahren, ein DM-Ticket zu ergattern. Jetzt hat es geklappt. Die Erstrundenaufgabe ist allerdings schwer. „Thilo Mund und Sarah Pinnen spielen in der 2. Bundesliga“, hat Zuber herausgefunden. Gerade wurden ihre Gegner auch Südwestdeutsche Meister.

    Beim Fototermin auf der Sparrenburg schnuppern die beiden Badmintonspielerinnen schon einmal Bielefelder Luft von ganz oben. Wie „hoch“ es im Turnier gehen wird? Egal, jedes zusätzliche Spiel, das sie sich erkämpfen, entschädigt für die zwei verlorenen Jahresurlaubstage. Und es bleibt noch genug Gelegenheit in diesem Jahr, wie es beide lieben, am weißen Traumstrand zu liegen.

    Heimspiel bei der Premiere

    Gütersloh (gwi). Neben Melina Orth und Leonie Zuber stehen noch drei weitere Spieler des TuS Friedrichsdorf bei der Badminton DM auf den Courts.

    Christopher Niemann

    Einmal aus dem Haus, die Straße hinunter – angekommen. Christopher Niemann wohnt in Bielefeld in derselben Straße, an der auch die Seidensticker Halle liegt. „Meinen Gegner kenne ich nicht. Florian Otto aus Jena soll ein 19-jähriges Talent sein“, hatte Niemann in Erfahrung gebracht. Im Vorfeld beschäftigen den 23-Jährigen leider andere Sorgen. Am vergangenen Doppelspieltag musste er sich aufgrund einer Verletzung im Spiel gegen Refrath schonen. Zur DM wird er aber fit sein, verspricht der Student.

    Svantje Gottschalk

    Die Spielerin der zweiten Mannschaft des TuS stand einmal gemeinsam mit Leonie Zuber als Nachrücker-Doppel bei der DM auf dem Feld. Auch im Einzel hatte sie bereits eine Wildcard. Jetzt spielt die 22-Jährige mit ihrer erst 17-jährigen Partnerin, Malin Risse aus Lippstadt, im Doppel. Das Duo hatte sich erst zu den Bezirksmeisterschaften im Dezember gefunden. „Und da lief es gleich richtig gut“, sagt Gottschalk, die wie Niemann in Bielefeld wohnt. Ihre Auftaktgegner sind U19-Nationalspielerinnen.

    Frederick Loetzke

    Mit seiner Mixed-Partnerin Leonie Zuber versuchte Frederick Loetzke schon seit geraumer Zeit, einen Platz bei der DM zu ergattern. Jetzt hat es geklappt. „Wir sind das eingespielteste Mixed im Verein“, sagt der 26-Jährige vor seiner DM-Premiere. Wenn sie mit ihrer Routine die erste Runde überstehen, dann warten die an 3/4 gesetzten Franziska Volkmann/Patrick Scheiel. „Da hätte ich total Bock drauf“, sagt Loetzke.

  • Neue Choreografien 30. Januar 2023

    RSG: Thürme-Cup 2023

    Der erste Wettkampf im neuen Jahr verlief für die Gymnastinnen des TuS hervorragend. Beim alljährlichen Freundschaftswettkampf in Borken präsentieren die Gymnastinnen die teilweise noch neuen Choreografien für die beginnende Saison.

    In der Schülerwettkampfklasse (10 bis 12 Jahre) nutzten Vladislava Yonashko, Luisa Kaiser und Daria Jacobfeuerborn die Möglichkeit, ihre Übungen für die Gaumeisterschaften zu testen.

    v.l. Vladislava Yonashko, Luisa Kaiser und Daria Jacobfeuerborn mit Anna-Sophie Bongartz u. Eva Jung

    Luisa konnte sich im Vergleich zum OWL-Cup stark steigern. Selbst die schwierigen Elemente mit Wurf gelangen dieses Mal einwandfrei. In dem sehr großen Starterfeld von insgesamt 21 Gymnastinnen wurde sie Zehnte und konnte somit mehr als die Hälfte hinter sich lassen.

    Daria Jacobfeuerborn zeigte ihre neue Übung mit dem Ball. Leider verlor sie bei einem Rollen außerhalb ihres Gesichtsfeldes die Kontrolle über den Ball. Dieser rollte weit über den Teppich und kostete Daria wertvolle Punkte.  Mit ihrer Übung ohne Handgerät konnte sie allerdings wieder einige Punkte wett machen. Sie wurde mit Platz 6 belohnt.

    Vladislava überzeugte das Kampfgericht mit ihren ausgefeilten körpertechnischen Schwierigkeiten. Diese wurden vom Kampfgericht so hoch benotet, dass selbst größere Verluste mit dem Ball ihr die Goldmedaille nicht mehr nehmen konnten. Glücklich und erleichtert nahm sie den Pokal entgegen und stieg ganz oben auf das Podest.

    Für Eva Sokolovska ist dieses Jahr das erste in der höheren Altersklasse. Die Juniorenwettkampfklasse muss auch in diesem Jahr eine Übung mit dem sehr anspruchsvollen Handgerät Band zeigen. Eva gelang dieses bereits ohne große Verluste. Ausdrucksstark tanzte sie rhythmisch über den Teppich. Sehr gefühlvoll hingegen präsentierte sie ihre neue Choreografie mit dem Ball. Auch Eva gewann einen Pokal für den TuS. Sie wurde Zweite.

    Foto v.l.: Eva Sokolovska,  Miriam Kuhrs,  Finja Steinmeier,  Eva Jung, Laura Twarz, Kiara Kuhrs, Mia-Joleen Zieg

    In der Freien Wettkampfklasse ging die Erfolgsserie für den TuS weiter. Finja Steinmeier agierte mit dem Band besonders sicher und ausdrucksstark. Alle Würfe gelangen und ihre technisch perfekten Pirouetten begeisterten das Publikum und Kampfgericht. Mit den Keulen schlichen sich lediglich kleinere Unsicherheiten ein. Am Ende konnte ihr nur eine andere Gymnastin den Sieg streitig machen. Silber und somit der dritte Pokal für den TuS.

    Mia-Joleen Zieg turnte nach längerer Pause ihren ersten Wettkampf. Mit dem Band kam sie ohne große Verluste durch die Übung. Mit den Keulen musste sie allerdings einige Unsicherheiten verbüßen.  Sie wurde sechste.

    Nil Köker, Isabel Rohler und unsere FWK-Gruppe konnten leider krankheitsbedingt nicht an den Start gehen, werden unser aber Anfang März beim Gütsel-Cup vertreten. Herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreichen Gymnastinnen! Anna-Sophie Bongartz

    …

  • Doppelrangliste O19 27. Januar 2023

    Badminton: TuS schlägt stark auf

    Überrascht von mäßigem Schneefall machten sich am vergangenen Sonntag insgesamt 10 Spieler und Spielerinnen des auf den Weg zur 3. Doppelrangliste der Spielzeit 2022/23. Für die Teilnehmenden der NRW Rangliste ging es zum wiederholten Male in die inzwischen gut bekannte Halle des Gladbecker FC. Schnell war es allen Anwesenden klar: auf dem Feld herrschten hier annähernd die gleichen Temperaturen wie außerhalb der heiligen Hallen.

    Zwischen den Spielen noch in mehreren Jacken verpackt, versuchten vor allem unsere Damen Melina und Leonie die Körpertemperatur einigermaßen hochzuhalten. Durch den Setzplatz 1 begannen sie das Turnier jedoch mit einem Freilos. So dauerte es im ersten Spiel gegen die Paarung Chan/Wintergalen aus Herringen zunächst seine Zeit, bis in alle Gliedmaßen Gefühl zurückkehrte. Melina und Leonie taten sich in dem Auftaktspiel sichtlich schwer, konnten nach drei Sätzen das Feld aber als Gewinnerinnen verlassen. Im Halbfinale warteten Jule Alberts (VfB GW Mülheim) und Finja Rosendahl (Gladbecker FC). Im ersten Satz wurden unsere Regionalliga-Damen noch gekonnt ausgespielt, sodass dieser mit 21:16 an die Kontrahentinnen ging. In Durchgang zwei und drei fanden sie deutlich besser ins Spiel und konnten anschließend das Ergebnis auf dem Spielzettel eintragen und den Kreis um die eigenen Namen ziehen.

    Das Finale sollte an diesem Tag das einzige Spiel sein, welches nicht über die volle Distanz ausgetragen werden musste. Johanna Nöcker und Pia Reinkens (beide STC BW Solingen) konnten sich im ersten Satz mit 17 Gegenpunkten zur Wehr setzen. Aber an Spannung sollte es auch hier nicht fehlen: der gesamte zweite Satz wurde durchgehend auf Augenhöhe ausgetragen. Keine der Paarungen schaffte es, sich einen nennbaren Vorsprung zu erspielen. Obwohl die Solinger Damen bereits den Satzgewinn auf den Schläger hatten, behielten die TuSlerinnen die Nerven und konnten mit dem Ergebnis 20:22 den dritten Ranglisten Sieg in Folge bejubeln.

    Im NRW B-Feld gingen 2 Paarungen des TuS an den Start. Den Setzplatz 3/4 inne starteten Freddy und Sven in die erste Begegnung gegen Michael Gröger und Janik Lange (beide 1. CfB Köln). Den ersten Satz nutzten die Beiden um warm zu werden und gewannen diesen in der Verlängerung mit 22:20. Im zweiten Satz etwas treffsicherer gestanden sie den Gegnern nur noch 12 Gegenpunkte zu. Durch den Sieg gestärkt begann das Viertelfinale zunächst sehr selbstbewusst. Mit 21:12 wurde hier zügig der Sack zu gemacht. Nachdem unsere Herren jedoch im zweiten Satz kurzzeitig ins Straucheln gerieten und mit 20:22 denkbar knapp verloren, fanden sie im Entscheidungssatz aber schnell zur bekannten Stärke zurück und beendeten diesen so, wie das Spiel begonnen hatte – der Einzug ins Halbfinale war somit geschafft. Dort warteten die Turnierfavoriten Kai Thelen und Nico Wilmanowicz (beide Kölner FC BG). Unbeeindruckt von dem Setzplatz schlugen Freddy und Sven souverän auf und verbuchten den Sieg mit 21:19 und 21:17.

    Hoch motiviert und den Turniersieg vor Augen, begann das Finale gegen die Paarung Malte Pettau und Tim Schulte-Wissermann vom DSC Kaiserberg am frühen Nachmittag mit einem Satzgewinn (22:20). Im zweiten Satz sahen die TuSler jedoch kein Land und mussten mit 9:21 eine regelrechte Klatsche verkraften. Trotz aller Bemühungen und in der ganzen Halle gut hörbarer Selbstmotivation, reichte es diesen Sonntag leider nicht für einen Sieg. Das Endergebnis lautete 23:25. Dank des zweiten Platzes konnte jedoch der Aufstieg in das NRW A-Feld besiegelt werden.

    Außerdem gingen Daniel und Arno gemeinsam im B-Feld an den Start. Leider reichte es im ersten Spiel gegen Florian Ennglich und Jonas Kausträter nicht für einen Sieg. Nach einem Freilos setzten sich die beiden mit gesammelter Energie gegen die Herausforderer aus Solingen (Kleinsorg/Weckermann) zur Wehr, hatten aber leider mit 18:21 und 11:21 das Nachsehen. Nicht großartig anders fiel das Ergebnis im folgenden Spiel aus. Auch hier konnte das Tipper-Duo leider kein Erfolg verbuchen. Insgesamt schlossen sie das Turnier dennoch auf einem passablen 11. Platz ab und halten somit die Spielklasse.

    Frederick Loetzke, Melina Orth, Leonie Zuber, Sven Leifeld (v.l.)

    In der höchsten Spielklasse auf NRW-Ebene vertraten Dennis und Simon den TuS. Simon steckte seine vorangegangene Ausfallzeit, der Spieltag am Vorabend und die damit verbundene Late-Night-Bespannungssession noch in den Knochen. Im Auftaktspiel gegen Pasquale Czeckay und Matthias Stemmer ging der erste Satz knapp (19:21) zugunsten des Gegners aus. Im folgenden Durchgang hingegen lieferten Dennis und Simon ganze Arbeit und bescherten nicht unweit von den Sitzplätzen der Vereinskollegen ein umkämpften Schlagabtausch.

    Dieser konnte erfolgsversprechend mit 22:20 gewonnen werden. Leider fehlte im Entscheidungssatz das Quäntchen Glück und der Ball landete ein paar Mal zu oft auf der Tipper Seite auf dem Boden. Der Endstand lautete somit 19:21 und die Herren aus Witzhelden konnten das Feld als Sieger verlassen. Anschießend folgte eine Begegnung, in welcher eine Niederlage für Dennis und Simon keine Option darstellte. Entsprechend zielstrebig und konzentriert wurden die Gegner Muralter/Fischer nach zwei Sätzen vom Feld verabschiedet. Das dritte Spiel des Tages – über die volle Distanz von drei Sätzen – raubte dann jedoch die letzten Kräfte, sodass hier kein Sieg eingefahren werden konnte und auch das letzte Spiel nicht mehr ausgetragen wurde. Das Turnier wurde somit auf dem 12. Platz beendet und die Spielklasse gehalten.

    Als einzige Vertretung des TuS haben Louisa und Svantje im nicht viel weiter entfernten Sterkrade aufgeschlagen. Auf der ersten gemeinsamen Rangliste starten die Beiden mit dem Setzplatz 3/4 in das Turnier und konnten diesem bereits in der ersten Runde gerecht werden. Gerade einmal 8 Punkte haben Louisa und Svantje den Herausforderinnen Eesmann/Espelkott (SC 28 Nordwalde) in beiden Sätzen zusammen zugestanden. Besonders ärgerlich war daher die anschließende, sehr knappe Niederlage (je 19:21) gegen Rieke Stein und Victoria Südbeck (Union Lüdinghausen). Nach einem Drei-Satz-Sieg gegen Yvonne Pries und Jessika Rottstegge (21:14, 17:21 und 21:16) konnte auch das abschließende Spiel gegen das Duo Kubitza/Piets aus Sennestadt ungefährdet gewonnen und das Turnier auf dem 6. Platz beendet werden. – Am 26.03. steht die letzte NRW-Rangliste der laufenden Saison an. Diese wird in heimischer Halle ausgetragen. Leonie Zuber & Philipp Knöchelmann

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